Vom Zeichnen

Donnerstag, der 15. Oktober 2015

Vom Zeichnen: Zeichnung Puppe - (c) Artwork by Kukalka.de Ich habe eigentlich immer schon gezeichnet.
Ich zeichne einfach gern. Der ein oder andere wird es ja schon mitbekommen haben.
Zeichnen ist zumindest für mich Entspannung und Abenteuer zu gleich. Ich weiss nicht, durch wieviele langweilige Mathestunden in der Schule mich das „Kritzeln“ schon gebracht hat.
Das gedankenverlorene Musterzeichnen beim Telefonieren kennt sicher jeder von sich selbst. Aber auch das intentionelle Zeichnen kann entspannend sein.
Menschen haben zudem schon immer gezeichnet, denkt man an die Höhlenmalerei – Vor dem geschriebenen Wort war das Bild. Und auch Buchstaben sind ja eigentlich nur Zeichenfolgen…

Ich zeichne aber nicht nur zu meiner eigenen Entspannung oder zur Belustigung des Sohnes. Nein, auch beim Puppenmachen kann Zeichnen mehr als hilfreich sein. So kann man mit Hilfe des Stifts ganz schnell und unmittelbar Ideen und Gedanken zu Papier bringen. Schnell einem anderen aufzeichnen, was man meint. Aber auch vor allem für sich selbst so Klarheit und Struktur schaffen.
Ich nutze auch oft Kreativtechniken, wie Mindmapping, um meine Ideen und Gedanken zu visualisieren und strukturieren.

Puppen zeichnen

Meist entstehen die Puppen zunächst auf dem Papier. Ich versuche mir regelmässig Zeit zu nehmen, um zu zeichnen und halte dann Eindrücke, Gefühle und Ideen fest.
Zeichne dabei nicht mit der Intention der Perfektion, sondern vielmehr mit schnellen und ungeduldigen Strichen, um das Bild aus meinem Kopf auf das Blatt zu bannen. Und wenn das schließlich klappt, ist das wie ein langes zufriedenes Ausatmen…

Vom Zeichnen: Zeichnung Puppe - (c) Artwork by Kukalka.deZeichnend entsteht also zunächst ein schemenhafter Entwurf der Puppe. So, wie sie sich in meinen Gedanken schon vorgestellt hat. Nach und nach mit Hilfe von Stift und Papier entsteht dann daraus immer Konkreteres…
Sehr praktisch ist das Zeichne auch, um sich schnell mal verschieden Frisuren auf Puppenköpfen vorzustellen und zu vergleichen. Oder auch, um die unterschiedlichen möglichen Kleidungs- und Farbkombinationen auszuprobieren. Ganz nach dem Prinzip der Anziehpüppchen.

Ich halte also Zeichnen für mich als Teil meines kreativen Prozesses für unverzichtbar. Dabei geht es nicht um perfekte Grafiken, vielmehr um die Möglichkeit schnell Ideen festhalten zu können. Zudem lehrt das Zeichnen einen so einiges über die menschlichen Proportionen, was wiederum beim Puppenmachen sehr wichtig ist (wie ich hier ja bereits erklärt habe).

Zeichnen lernen

Jeder sollte zwischendurch zum Stift greifen. Ganz gleich ob man „gut“ zeichnen kann.
Wie bei Vielem wäre auch hier meine Devise „einfach machen“! Und auch hierbei gilt – Übung macht den Meister.
Wer aber trotzdem nicht zeichnen mag, weil das Ergebnis nicht gefällt und der Stift einfach nicht macht, was der Kopf möchte, sollte nicht verzagen – Denn: Zeichnen kann man lernen.
Zum einen indem man sich mit den Grundlagen vertraut macht, denn es gibt viele Bücher (eine kleine Auswahl dazu findet sich untenstehend) oder auch Videos online (z.B. dieses, das, das hier, das, dies, das oder das), die verschiedenste Herangehensweisen vermitteln.
Zum anderen sollte man unermüdlich umsetzten, was man sieht und einfach „mitmalen“. Nur Mut, schnell schon werden schöne Ergebnisse erzielt werden können. Wieso also nicht einmal das Buch oder Strickzeug zur Seite legen und statt dessen auch mal zu Papier und Stift greifen?! Es gibt keine Ausreden mehr.
An die Stifte, …fertig, …Los! ;)

 

Literatur*

Vom Zeichnen: Zeichnung Puppe - (c) Artwork by Kukalka.de

*Affilitate Links
(c) Artwork by Nat / Kukalka.de

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2 Antworten auf Vom Zeichnen

  • Liebe Nat,

    schon wieder so ein tolles Post! und ganz tolle Bilder hast du da gemalt und digitalisiert. Darf ich mal fragen welches Zeichenprogramm du nutzt?
    Ich zeichne auch gern :o))) Ich glaube ja (fast), dass wohl (fast) jede Puppennäherin gern zeichnet…? oder ;o)?
    Es ist wirklich leider so, dass ich mir zu wenig Zeit dafür „einteile“ in meinem strammen Tagesplan. Schön, dass du mit deinem Post nochmal dazu auffordetst! Denn Zeichnen tut wirklich gut.
    Zum digitalen Zeichnen habe ich mir vor nicht all zu langer Zeit ein digitales Zeichenbrett( Wacom intuos) und ein Zeichenprogramm (CorelDRAW) zugelegt. Allerdings bin ich noch totaler Anfänger…und oft habe ich gedacht, dass ich mir jeden Tag oder jede Woche Zeit dafür zurecht legen sollte um zu Üben. Kennst du dich damit aus? Wie digitalisierst du deine Bilder? Zeichnest du erst auf Papier und scannst sie zum Weiterbearbeiten mit einem Zeichenprogramm? oder zeichnest du direkt auf dem digitalen Zeichenbrett?
    Schade, dass du so weit weg bist, dann könnten wir zusammen zeichnen!

    Ich grüße dich ganz fein!

    Barbara
    Barbara Gröger kürzlich veröffentlicht…Prim, Linus, Rose und FinjaMy Profile

  • Liebe Barbara,
    Vielen Dank. :)

    Und ja, zeichnen ist wohl etwas, was kreative Menschen eh tun. :)

    Also ich zeichne am liebsten ganz klassisch auf Papier mit einem Stift. Dann scanne ich die Zeichnung ein und bearbeite sie mit Photoshop weiter. (Auf Instagram sieht man die original Bleistiftzeichnung zu dem einen Bildchen)

    Ich habe zwar auch ein wacom- aber nur ein kleines…das eigent sich nicht so zum zeichnen, daher kenne ich mich damit auch nicht so gut aus leider.

    Und ich versuche mir wirklich die Zeit dazu zu nehmen, sonst komm ich auch nicht dazu. Aber ich merke immer wie wichtig das für meine Kreativität ist…

    (Ja das mit der Entfernung ist doof – bist du eigentlich im Mai auch in NL bei Kamrin? Könnten uns ja spätestens da mal treffen?!)

    Sei auch ganz lieb gegrüßt,
    Deine Nat

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