Puppenwerkstatt Kukalka hinter den Kulissen

Immer, wenn es auf dem Blog (oder auch auf Instagram oder Facebook) stiller um KuKalKa ist, bedeutet dies meist nur, dass dafür hinter den Kulissen umso mehr los ist…

KuKalKa Puppenwerkstatt

Es gibt immer etwas zu tun in einer Puppenwerkstatt: Puppen nähen natürlich.
Aber auch: Rechnungen schreiben und zahlen, Inventur machen, Lieferanten kontaktieren, Bestellungen aufgeben, Dokumentation, Projekte auf den Weg bringen, Ideen sortieren, aufräumen und neue Ordnung schaffen, Schnitte sichten, verwerfen oder abheften, usw.
Endlich einmal Struktur in den täglichen, wöchentlichen, monatlichen Ablauf bringen. Einen Plan entwerfen, der auch umsetzbar ist.
Die Balance ausloten zwischen Selbstständigkeit und Mama von einem Baby und einem Kleinkind sein.
Derzeit arbeite ich an vielen Baustellen gleichzeitig.
Neue Puppen, neue Schnitte, neuer Shop, neue Website, neue Wege, neue Perspektiven… Puh.

 

Puppenwerkstatt Kukalka hinter den Kulissen

Da kommen die Ostertage gerade recht.
Pause, Urlaub, Ruhe, Besinnung,…. und dann? Neustart?
Mal sehen, was die gedankliche Einkehr noch so mit sich bringt.

Puppenwerkstatt Kukalka hinter den Kulissen
Derweil … wie gesagt – wenn es hier stiller ist, geht es meist hinter den Kulissen umso geschäftig weiter in meiner kleinen Puppenwerkstatt.

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Wie ich vor kurzem bereits erwähnte, habe ich in letzter Zeit einige große Puppen nähen dürfen.
Und ich liebe es.
Aber ich liebe auch die Möglichkeiten und Abwechslung, die das Puppenmachen birgt.

Und es hat mir schon ewig in den Händen gejuckt, endlich mal wieder eine kleinere Puppe zu nähen.
Eine ganz einfache.
Eine kuschelige.
Eine kleine.
Eine, die man in der Jackentasche überall hin mitnehmen kann…

Kuschelpüppchen Kukalka

Da kam Kuschelpüppi „Maluschka“ gerade recht.
Sie schwirrte mir nämlich schon länger im Kopf herum. Und endlich hatte ich die Möglichkeit, meine Hände auch meinem Kopf nachfolgen zu lassen…

Kuschelpüppchen Kukalka
Maluschka ist ca 15 cm klein und hat aprikosenfarbene Haut aus Schweizer Trikotstoff.
Sie hat zudem einen wunderbar kuschelweichen Körper aus gelbem Nickistoff mit orangefarbenen Punkten. Gefüllt ist sie mit fluffig weicher und gereinigter Schäfchenwolle.

Sie hat ganz weiche rotbraunen Wuschelhaare aus Mohairgarn.
Dazu ist das Gesicht ganz klassisch nach Waldorf Art aufgestickt; Sie hat grüne Augen und einen nur angedeutetes Lächeln. Ein ganz kleines Näschen hat sie aber auch.
Wangen und Nase sind leicht mit roter Bienenwachskreide eingefärbt.

Kuschelpüppchen Kukalka

Und obwohl Maluschka keine Kleidung braucht, hat sie doch auf noch mehr Kuscheligkeit bestanden… Also musste ich ihr auch noch einen kleinen, kuschelweichen Wollschal (mit Blümchenknopf aus Holz) stricken.

Kuschelpüppchen Kukalka
Maluschka liebt Kinder und will am liebsten überall mit dabei sein.
Ihre gebogenen Beinchen sind perfekt für den Griff kleiner Kinderhände. Sie passt auch gut in kleine Taschen, aus denen sie dann gerne neugierig herauslugt.
Auch wenn man es ihr nicht gleich ansieht – ihr sitzt der Schalk im Nacken und sie sagt zu keinem Schabernack Nein.
Aber sie kann trotzdem sehr gut Zuhören… und Trösten, auch weil sie ja so kuschelweich ist.
Maluschka ist also ungern allein, daher möchte sie auch gerne bald zu einem Kind, dass sie lieb haben kann.

Kuschelpüppchen Kukalka

Bis dahin aber hat sie hier in der Puppenwerkstatt eine Puppenfreundin gefunden –
Midipüppchen Mascha fühlte sich ihr wohl gleich verbunden und hat sich der kleinen Kuschelpüppi erstmal angenommen. ;)
Sie wird ihr solange Gesellschaft leisten, bis ich mehr von Maluschkas kleinen Freunden und Freundinnen fertig genäht habe…

Kuschelpüppchen Kukalka

PS:
Wer selbst auch so ein kleines Kuschelpüppchen wie Maluschka mit nach Hause nehmen möchte, kann mir eine E-Mail schicken und für 24,- €* jetzt schnell eines vorbestellen
…oder warten, bis die anderen Maluschkas im Shop bzw. Blog auftauchen. ;)

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Wunschpuppe Kukalka.de

Wunschpuppen

Nach längerer Babypause, finde ich mich nun so langsam wieder in den Alltag ein. Die Puppenwerkstatt erstrahlt nach einem gründlichen Frühjahrsputz wieder in neuem Glanz.
Und ich kann meine rastlosen Hände endlich wieder kreative Ideen ausführen lassen, habe zudem wieder Energie und Zeit für Wunschpuppen.

Wunschpuppe Kukalka.de
Wer also eine KuKalKa Wunschpuppe für sich oder sein Kind bestellen möchte,
kann gerne
hier nachlesen, wie das genau geht:
Noch ist aber nur wenig Platz für Wunschpuppen in meinem Auftragsbuch, da ich das ein oder andere Projekte erst noch anstossen oder beenden muss. Trotzdem möchte ich dabei aber jeder Puppe, die ich mache, auch gerecht werden. Daher geht es bis zum Sommer nur auf Anfrage mit Wunschpuppen weiter.

Schon bald aber wird es wieder eine aktuelle Preisliste und mehr Infos zum Bestellen sowie neue Puppen im Shop geben.

 

Ein paar Eindrücke von einer Wunschpuppe, die sich erst letzte Woche auf die Reisen in ihr neues zu Hause gemacht hat, seht ihr hier:

Wunschpuppe

Ich weiss nicht, was es ist, dass rote Haare an sich haben….
Aber ich mache rothaarige Puppen ja besonders gerne.

Wunschpuppe

Vor allem, wenn sie dann auch noch Sommersprossen haben…

 

…und eine so einnehmende Persönlichkeit.
Ähmja, aber lest selbst:

Wunschpuppe Kukalka.de

Diese ist nämlich ein besonders eigenwilliges (aber dafür umso bezaubernderes) kleines Persönchen.
Obwohl, mit ihren 45 cm ist sie ja auch schon „eine Große“. ;)
Wunschpuppe Kukalka.de

 

Kaum erblickte sie das Licht der Welt in der Puppenwerkstatt, ging es los.
Denn natürlich wollte sie nicht so nackt bleiben, also sollte schnell ein Unterhöschen her.
„Aber mit Schleife und die muss bitte grün sein!“ Ja, natürlich. Sie soll sich ja nicht verkühlen.

Wunschpuppen Kukalka
Hatten wir uns dann auf eine luftige Sommergarderobe geeinigt, ein leichtes Kleidchen – kam schnell noch der Zusatz: „Aber bitte mir Spitze! Und auch passende Socken und Schuhe, ja?!“
…Aber natürlich, recht hat sie. Schuhe und Socken, gehören ja dazu.

Wunschpuppe

 

„Gut. Aber es fehlt noch etwas …etwas … gelbes!“
Hm? Was? Etwas gelbes?
Aber ok, um des lieben Friedens willen, ist ihr Wunsch mir Befehl:

Wunschpuppen Kukalka

 

„Ich brauche aber auch noch Schmuck und eine Spange für die Haare!“
Selbstverständlich. Die passenden Accessoires, die ein Fräulein so braucht, gehören ja dazu.

Schon dachte ich: „Na, das lief doch noch gut.“
Merkte ich schnell, ich hatte mich zu früh gefreut…

 
Denn kurz vor der Abreise bestand sie dann plötzlich noch auf Frühlingsstiefelchen:
„Immerhin ist es noch nicht Sommer! Sonst bekomme ich noch kalte Füße!“
Recht hat sie da natürlich. Also seufzen und ab an die Nähmaschine.

Wunschpuppen Kukalka
„Aber ich brauche zu den Stiefeln dann jetzt auch ein passendes Kleid… Und bitte etwas mit Tüll!“
Ah, ok – Recht hat sie. Die Stiefel passen ja natürlich auch gar nicht zu dem ersten Kleidchen. ;)
Und wie kann man diesem Augenaufschlag widerstehen?! Nein, ich zumindest kann es nicht.
Ihr Wunsch war mir also wieder Befehl:

Wunschpuppe Kukalka.de

 

„Aber ich brauche auch noch etwas wärmendes zum Überwerfen, falls meine Puppenmama mich an kühlen Sommerabenden mit nach draussen nimmt…“
Ja, natürlich – recht hat sie. Wer will da schon widersprechen? Also schnell den Wollkorb hervorgeholt und die Stricknadeln geschwungen. Ihr Wunsch war mir Befehl:

Wunschpuppe Kukalka.de

 

„Ja, jetzt ist es gut, …jetzt kann ich abreisen. Meine Puppenmama warte sicher schon auf mich!“ sprachs und lehnte sich nun, endlich zufrieden, zurück. Tss…
Ein Glück ist ihre neue Familie geduldig und hat gewartet, bis ich und der kleine rothaarige Wirbelwind hier uns endlich auf die richtige Garderobe für sie geeinigt hatten. ;)

Wunschpuppe

Puh. Keiner hat behauptet, Puppenmacherin sein, sei einfach.

So ausgestattet konnte es dann aber endlich auf die Reise gehen, hinein in ein aufregendes Puppenleben – hoffentlich voller Kinderküsse und neuer Abenteuer…

Wunschpuppe Kukalka.de

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Jetzt ist sie vorbei, die #marchmeetthemaker Challenge auf Instagram.
Und ja, ich habe jeden Tag im März ein Foto und Text zu der vorgegebenen Frage gepostet.
Es hat Spass gemacht und ich war das ein oder andere mal angeregt selbst mal nachzudenken und mich mit neuen Dingen wie der Hyperlapse App oder Boomerang zu beschäftigen. :)

 

Wer es verpasst hat, oder es auf Insta zu unübersichtlich findet, der findet in diesem Blogpost die Zusammenfassung meiner Antworten…:

 

Day 1: You

Hello Kukalka

Hier ein Foto von mir, Nat (mit Puppe „Sima“ auf dem Arm). ;>

 

Day 2: Favourite to make

„So #marchmeetthemaker asks for „favourite to make“ today- so obviously it has to be dolls for me.
I can’t even say I love doing the big ones or the flashy or small simple ones…
I really do love making all of them equally. It’s the variety and endless possibilities they bring…“

 

Day 3:Worspace

kukalka dolls

„Welcome to my workspace on Day3 of #marchmeetthemaker: fortunately I have my own little studio under the roof with enough space for the dolls and my stuff & though I do work from home, if the doors closed I am at work trouly…
I am pretty organized too: on the left table space is my sewing corner, in the middle -under the window- I create and handsew the dolls, while on the right table half I draw ideas and do paperwork.“

 

Day 4: Tools

tools dollmaker

„Day 4 of #marchmeetthemaker prompts for „tools“.
Dollmakers tools: So honestly this is only a small amount of constantly needed and ever changing tools.
Some are quite obvious like airerasable pen, needles, thread, cutter, scissors, hemostads, iron, and different wool stuffing sticks, etc, – some are custom made like the wooden rod for making doll hair lengths -and some obviously not on this pic like my sewing machine, overlock, hemostads, etc.
Please feel free to ask if you’d like to know more about one or the other tool though..“

 

Day 5: Boomerang

Day 5 #marchmeetthemaker is Boomerang: stuffing doll limbs can be an exhaustive activity…

 

Day 6: Raw Materials

Day 6 of #marchmeetthemaker: raw materials.
I stuff my dolls with german sheep’s wool and use organic (gots) doll skin fabric.
I to this day never fail to be amazed myself about how from such simple materials a doll with sometimes such a big personality can come to live…

 

Day 7: How it’s made

Nat Kukalka Dolls

Day 7 of #marchmeetthemaker – „how it’s made“: although there are many seams on the dolls body that can be sewn with the machine, there are still plenty Stiches that have to be done by hand. It is truly a „handmade“ toy- Starting from rolling the wool for the head, stuffing the limbs, attaching the head to the body by handstitching (to even being able to repair the doll by hand if needed)… So many steps involved in the making of a doll done by two hands loving their busy tasks… Weiterlesen

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Wer mir auf Instagram folgt, hat ja bereits mitbekommen, dass ich an der #marchmeetthemaker Aktion teilnehme. Wie auch schon in meinem letzten Blogpost erklärt, geht es darum „Maker“ näher kennen zu lernen mit Hilfe einer Fotoaufgabe für jeden Tag des Monats März.
Bisher habe ich (anders als von mir vorher gedacht) tatsächlich keinen Tag ausgelassen und viel Freude daran gehabt.

Puppen filzen

Am Ende des Monats poste ich hier auch gerne auch eine Zusammenfassung davon im Blog.
Denn die Fotovorgaben waren wunderbar vielfältig, so war z.B.  für Tag 18 die Aufgabe, mit der Hyperlapse App auf dem Handy ein kurzes Zeitraffervideo zu erstellen.
Klar, dass ich das filzen von einem der Puppenköpfe zeigen wollte.
Allerdings habe ich dabei lediglich den Beginn gefilmt, denn allein das waren in Echtzeit schon 25 Minuten! Beschleunigt auf Dreieinhalb Minuten (bzw. nur auf eine Minute für Instagram), wirkt das ganze schon ganz anders.
Das 3 Minuten Video davon kann man sich nun auch auf meinem You Tube – Kanal ansehen:

Wie gesagt, dies ist lediglich der Beginn, denn es fließen noch viele, viele Stunden und damit Stiche mehr in so einen Filzkopf, bevor man (nie so ganz) mit dem Ergebnis zufrieden sein kann…

Außerdem filze ich auch nicht immer über den Schlauchverband der abgebunden Kopfkugel, sondern filze manchmal gleich den Kopf und überziehe dann erst den gefilzten Kopf mit dem Schlauch und ziehe schließlich mit Garn die Konturen ein. Auch filze ich kleinere Köpfe anders als größere, usw. Dies ist also lediglich ein kleiner Einblick in den möglichen Arbeitsbeginn an solch einem gefilzten Puppenkopf.

Immerhin gibt das Video einen kleinen Einblick, wie man mit dem Ausarbeiten der Physiognomie beginnen kann. Sicher hat auch jede Puppenmacherin, die mit dieser Technik arbeitet aber eigene Handgriffe und Kniffe.
Und ich bin fasziniert von den Möglichkeiten der Weiterentwicklung, welche die Filztechnik der Puppenmacherei eröffnet (etwas ausführlicher habe ich dazu ja bereits hier, hier und hier gebloggt).

Puppen mit der Nadel filzen

Mittlerweile filze ich, wie viele meiner Kolleginnen auch, aber nicht nur den Kopf sondern finde es passt oft gut zu dem ausgefilzten Gesicht, auch andere Teile des Puppenkörpers zu filzen.
So kann man beispielsweise ganz wunderbare Knubbelknie filzen:
Puppen filzen
Oder auch zauberhaft runde Puppenpopos und Bäuchlein….
Die Möglichkeiten sind so vielfältig sowohl in selbstgewähltem Ausarbeitungsgrad wie in Form an sich.

Ich finde die Optionen faszinierend, so eine gefilzte Puppe wirkt gleich ganz anders als die „klassische“. Ob es einem persönlich besser gefällt oder nicht, ist wohl wie so oft Geschmackssache und ganz persönliche Präferenz. Ich finde ja beides hat seine Daseinsberechtigung und oft kann nach dem weniger ist mehr – Prinzip gerade auch das schlichte eher seinen Reiz haben.
Aber schließt sich beides zwangsläufig gegenseitig aus?
Was sind Eure Erfahrungen mit gefilzten Ooak (=“one of a kind“) – Puppen? Sind Euch die klassischen lieber oder darf es auch mal detailreicher und verpielter sein?
:)

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Auf Instagram läuft diesen Monat die Aktion „Meet the Maker“ unter #marchmeetthemaker initiiert von Joanne Hawker:
„…this challenge is to help small businesses such as you and me to tell the story behind the brand.
It also aims to give an insight into the face, process and hard work that goes into creating all of the beautiful products we have to offer. […]
All you have to do is post a daily photo to Instagram relating to the prompt of that day and tag it with #MarchMeetTheMaker to take part. It’s that simple!…“

Alle Kreativen sind also aufgerufen, jeden Tag dieses Monats je ein Foto zu einem vorgegebenen Thema nach untenstehendem Plan zu posten.

Natürlich mache auch ich dort mit und teile kleine Einblicke in meinen Arbeitsallatag.
Ungemein spannend und inspirierend jedoch finde ich, all die anderen „Maker“, welche man auf diese Art näher kennen lernen kann. Und da sich dies natürlich nicht nur auf Puppenmacherinnen beschränkt, stolpert man beim Stöbern nach diesem Haschtag auch schnell über den ein oder andere wunderbaren, kreativen und inspirierenden Menschen…
Alle so unterschiedlich und doch gleich in ihrer Liebe zum Kreativen, handgemachten und getrieben von dem Drang zu erschaffen und ihre Ideen in Materie zu fassen.
Schaut doch mal vorbei – auch ihr werdet sicher staunen, wie bunt und vielfältig das „Makeruniversum“ so ist…

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Ab und an mache ich mit beim “Yarn Along”, einem link-up von  Ginny bei Small Things. Hier geht es darum, zu zeigen was wir gerade stricken & lesen.
Beim Klick auf das Yarn Along Bild am Beitragsende gelangt man zur Linkparty und kann alle anderen Beiträge ansehen. Außerdem gibt es noch mehr Fotos bei Instagram (#yarnalong) und Flicker.

stricken hören

Ich stricke momentan einige Puppenkleidung und Accessoires.
Auf den Nadeln hier gerade wieder mal einen Shawl für Puppen.

Da nebenher aber Lesen etwas schwierig ist (habe ich zumindest für mich noch nicht perfektioniert) höre ich dann nebenbei gerne Hörbücher.

Aktuell auf den Ohren habe ich „Die vielen Leben des Harry August“ von Claire North:

„Harry August stirbt. Mal wieder. Es ist das elfte Mal, dass sein Leben ein Ende findet.
Und er weiß auch genau, wie es weitergeht: Er wird erneut im Jahr 1919 geboren werden mit all dem Wissen seiner vorigen Leben.
Harry hat akzeptiert, dass er in einer Zeitschleife lebt, auch wenn er nicht weiß, wieso.
Doch dann steht kurz vor seinem Tod ein junges Mädchen an seinem Bett und überbringt ihm eine erschütternde Botschaft: Der Untergang der Welt steht bevor!
Und nur Harry, der bald wieder im Jahr 1919 sein wird, kann das verhindern…“

 

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Der Februar ist bei uns der Geburtstagsmonat des grossen Sohns.
Und neben dem obligatorischen Lego und Büchern, wollte ich ihm gerne zum vierten Geburtstag auch noch etwas selbstgemachtes zum Spielen schenken.
Lange überlegte ich hin und her. Puppen hat er mittlerweile natürlich schon viele.
Nein, es musste etwas unerwartet, etwas ganz tolles sein. Etwas, das nicht nur mir gefällt, sonder womit er auch wirklich selbst gerne spielen wollen würde.
Endlich fiel es mir ein: Da im Kindergarten das Thema Pferde immer noch aktuell ist (ich häkelte ja bereits diverse Pferdchenleinen (Anleitung dazu hier), dachte ich ein Steckenpferd wäre doch jetzt genau das richtige für ihn! Gesagt, getan  – ich würde ihm also ein Steckenpferd nähen.

Steckenpferd nähen

Also habe ich meine Werkstatt durchsucht und tatsächlich fast alles hier gehabt, um ihm mal eben ein eigenes Steckenpferd zu nähen.
Da es so schnell und einfach ging und Ostern oder der nächste Geburtstag schon wieder vor der Tür stehen, untenstehend also auch für Euch meine DIY Anleitung zum nachnähen.
Ein solches Steckenpferd mit Mähne ist geeignet für Kinder ab 3 Jahren.

 

DIY Anleitung: Steckenpferd nähen

Man braucht:

Steckenpferd nähen

  • Stoff:
    Fellstoff/Teddyplüsch (ich hatte den Stoffrest noch vom letzten Jahr hier, weil ich dem Kind ein Bärenkostüm zu Karneval genäht hatte) – man kann aber auch Frottee, Microfaser, Cord oder sehr festen Baumwollstoff nehmen.
  • Mohairwolle:
    für die volle Mähne habe ich einfach zwei Knäuel von meinem Puppenhaarmohair in schwarz genommen, online erhältlich hier.
    Man kann aber auch jede andere einfache Mohairwolle oder dicke, flauschige Wolle für die Pferdemähne verwenden.
  • Holzstab:
    ich habe dafür meinen Turnstab verwendet, den ich hier bei amazon* bestellte.
    Der ist zudem praktischer als z.B. ein alter Besenstiel, weil bei diesem beide Enden abgerundet sind und der Stock keine Splitter in zarten Kinderhänden hinterlässt.
    Außerdem einen Holzbohrer und zwei passende Stäbchen.
  • Füllwolle:
    zum Stopfen habe ich einfach meine Schafwolle genommen, mit der ich auch meine Puppen stopfe. Schafwolle zum ausstopfen gibt es z.B. hier.
  • große Sicherheitsaugen:
    Ich habe meine hier bei amazon* bestellt und die Größe 22 mm verwendet.
    & eine Ahle* bzw, etwas ähnlich Spitzes, um die Löcher für die Augen im Stoff vorzustechen.
    Zusätzlich Wolle und Häkelnadel sowie ein festes Stoffquadratstück z.B. Jeansstoff
  • (Filz-)Stoff:
    z.B. Rosa für die Innenohren und eine beliebige Farbe für den Bodenschutz.
  • Vorlage für den Kopf und die Ohren:
    Ihr könnt einfach die von mir gemalte Vorlage hier als PDF herunterladen.
    ACHTUNG:  Die PDF Vorlage ist bereits in der richtigen Größe und daher auch beim Ausdruck auf zwei Seiten aufgeteilt. Daher solltet ihr die beiden Blätter vor dem Ausschneiden entsprechend aneinander kleben.
    Oder ihr malt euch einfach selbst eine Vorlage.

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  • Außerdem braucht man natürlich noch:
    Trickmarker/Schneiderkreide, Nadel, reißfestes Garn passender Farbe, Nähmaschine, Schere, Stecknadeln, etc.
    Einen Kochlöffelstil o.ä. als Hilfsmittel zum Ausstopfen des Kopfes mit Wolle.
    Evtl. Stoffbänder für den Übergang sowie eine Heissklebepistole um sie zu befesti9gen.

 

Steckenpferd nähen

 

Und so geht’s:

1. Die Vorlage für Kopf und Ohren mit dem Trickmarker jeweils auf die linke Seite vom Teddyplüschstoff übertragen und ausschneiden. Markiert wird auch die Stelle für die Augen entsprechend der Vorlage.
Steckenpferd nähen

 

2. Nun werden die Augen platziert.
Am sichersten ist es, die Augen mit passendem Garn aufzusticken.
Ich habe bei unserem Pferdchen aber Sicherheitsaugen angebracht. Da diese im Teedyplüsch jedoch nicht so gut halten und beim Spiel evtl. herausrutschen könnten, sollte der Kopfstoff von innen  verstärkt werden. Ich habe je ein Stoffquadrat aus Jeansstoff zugeschnitten. Zusätzlich dann noch einen Kreis aus Wolle gehäkelt. Das Stoffstück wird in der Mitte mit der Ahle durchstochen, um so ein ausreichend großes Loch für das Haltestück des Sicherheitsauges zu bekommen.

Steckenpferd nähen
Das gehäkelte Stück wird dann auf das Stück festen Stoff gelegt und ggf. noch mit reißfestem Garn (wie z.B. Nylbond) mehrmals rundherum angenäht. Durch den Plüsch auf der rechten sieht man diese Stiche innen von außen kaum.
Das Endstück des Auges wird dann von außen durch die Lagen Stoff und Wolle gesteckt und von der Innenseite mit dem Sicherheitsverschluß fixiert.

3. Dann wird auch schon die Mähne vorbereitet.
Dafür die Wolle zunächst vom Knäuel in lange Schlaufen wickeln.
(Dabei kann man z.B. eine Stuhllehne zur Hilfe nehmen – ich habe, wie man auf dem Foto sieht, mein eigenes praktisches Puppenhaarwerkzeug benutzt.)
Die langen Schlaufen werden zwischen die beiden rechts auf rechts liegenden Teddyplüschstoffteile mit der einen Schlaufenseite nach innen in den Kopf gelegt.
Der andere Teil der Wollschlaufen sollte aber oben am Pferdekopfrand noch heraus stehen (während die untere Hälfte, unten am Pferdekinn aber nicht herausragen sollte!), weil man beim Zusammennähen des Kopfes über diese drüber nähen wird und damit die Mähne befestigt.
Für eine volle Mähnenpracht braucht man zwei Knäuel Wolle.

Steckenpferd nähen

 

4. Dann werden die beiden Pferdekopfteile rechts auf rechts entlang der aufgezeichneten Linie zusammengenäht. Näh dabei im strapazierfähigem Dreifachgradsticht auch über die herausstehenden Wollschlaufen am Hinterkopf. Der untere Halsteil bleibt als Wendeöffnung natürlich offen, weil der Pferdekopf an der Stelle von unten ausgestopft wird und hier später auch der Stock hinein kommt.

Steckenpferd nähen

 

5. Der Kopf wird durch die Öffnung auf rechts gewendet.
Die Schlaufen der Mähne werden nun noch mit der Schere aufgeschnitten.

Steckenpferd nähen

 

6. Nun kann der Kopf mit der Wolle gestopft werden.
Fülle ihn ruhig reichlich mit der Wolle aus, damit er auch nach einiger Zeit wildem Spiel seine Form behält. Man kann einen alten Kochlöffel zur Hilfe nehmen, um die Wolle mit dessen Stil in alle Ecken zu befördern. Gestopft wird der Kopf zunächst nur bis zum Halsbeginn.

Steckenpferd nähen

 

7. An dieser Stelle kommt der Stock in den Kopf.
Am sichersten ist es, wenn man noch einen Querstab in den Stil steckt. Also an beiden Enden ein Loch bohrt und oben und unten einen kleineren Stab quer hineinschiebt, der dann ebenfalls fest mit Wolle umwickelt wird – so erhält man eine Art T-Stück, welches das herausrutschen verhindert.
Während man den Stab also möglichst mittig hält, wird dann drumherum weiter fest mit Wolle ausgestopft. Der Hals wird bis 5 cm vor Halsende so fest gestopft, dass der Stock nicht mehr wackelt und gut darin hält.

Steckenpferd nähen

 

8. Der bis dahin noch offene Halsrand wird mit Garn eingereiht und dann zugezogen, so schließt sich die Öffnung.

Steckenpferd nähen

 

9. Für die Pferdeohren wird nun der, rosa Filz auf das ebenfalls vorher ausgeschnittene Teddyplüschteil gelegt und so rechts auf rechts an der Nähmaschine füßchenbreit mit einem Geradstich zusammengenäht.
Steckenpferd nähen

 

10. Anschließend werden die Ohren auf die rechte Seite gewendet.
Je nachdem wie klein die Öffnung unten ist, kann es etwas knifflig sein, den dicken Stoff da hindurch zu wenden. Helfen kann hier beim Wenden ein schmaler Stift oder ein Essstäbchen.

Steckenpferd nähen

 

11. Der Stoff an der Wendeöffnung wird dann zuletzt noch etwas nach innen eingeklappt.
Nun können die Ohren mit einem farblich passenden und sehr reißfesten Garn festgenäht werden.

Steckenpferd nähen

 

12. Am besten macht man vorher in die Papiervorlage des Kopfes an der Stelle der Ohren einen Schlitz. So kann man dann die Vorlage an den Kopf halten und gleichzeitig mit dem Trickmarker die Stelle für die Ohren markieren. Die Ohren werden nun mit einer Stecknadel an der richtigen Stelle fixiert und mit dem Matratzenstich (sicherheitshalber in drei Runden) rundherum angenäht.

Steckenpferd nähen

 

13. Damit der Boden in Haus oder Wohnung auch bei wilden Ritten keinen Schaden nimmt, empfiehlt es sich am Ende des Stocks noch einen Bodenschutz anzubringen.
Dafür wird nun auf dem schwarzen Filzstoff mit Schneiderkreide ein im Durchmesser ausreichend großer Kreis aufgemalt und ausgeschnitten.

Steckenpferd nähen

 

14. Den Stoffkreis mit Nadel und Garn am Rand entlang einreihen.
Dann den Stock in der Mitte platzieren und mit Wolle ausstopfen.
Die restliche Wolle dabei wieder fest um das untere T-Stück am Stock wickeln.

Steckenpferd nähen

 

15. Wenn gewünscht, können nun noch die Abschlüsse oder der ganze Stab
mit Heißkleber und hübschem Stoffband verschönert werden.

Steckenpferd nähen

 

16. Wer mag, kann dem Pferdchen jetzt auch noch eine Leine häkeln oder nähen.
Wir wollten ein kleines Wildpferd, also hat unser Brauner keine Trense bekommen. ;)

Steckenpferd nähen

 

17. Fertig!

Steckenpferd nähen

Der Phantasie sind hier übrigens keine Grenzen gesetzt, wie wäre es z.B. mit einem Einhorn (indem man einfach noch ein Horn aus Glitzerstoff annäht), einem Eselchen oder Zebra (wenn man anstatt Teddyplüsch, entsprechend gemusterten Stoff verwendet) usw. …

Viel Spass, beim Nachnähen und viel Freude mit Eurem eigenen Steckenpferdchen!

Steckenpferd nähen

PS: Verlinkt bei creadienstag, wo es viele kreative Projekte zu entdecken gibt…

PPS: Über Fotos von Euren fertigen Werken in den Kommentaren
oder auf Instagram #DiyKuKalKa würde ich mich freuen. ;)

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Prüfung der Anleitung und Informationen, kann keine Garantie übernommen werden.
Eine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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