Auf Instagram läuft diesen Monat die Aktion „Meet the Maker“ unter #marchmeetthemaker initiiert von Joanne Hawker:
„…this challenge is to help small businesses such as you and me to tell the story behind the brand.
It also aims to give an insight into the face, process and hard work that goes into creating all of the beautiful products we have to offer. […]
All you have to do is post a daily photo to Instagram relating to the prompt of that day and tag it with #MarchMeetTheMaker to take part. It’s that simple!…“

Alle Kreativen sind also aufgerufen, jeden Tag dieses Monats je ein Foto zu einem vorgegebenen Thema nach untenstehendem Plan zu posten.

Natürlich mache auch ich dort mit und teile kleine Einblicke in meinen Arbeitsallatag.
Ungemein spannend und inspirierend jedoch finde ich, all die anderen „Maker“, welche man auf diese Art näher kennen lernen kann. Und da sich dies natürlich nicht nur auf Puppenmacherinnen beschränkt, stolpert man beim Stöbern nach diesem Haschtag auch schnell über den ein oder andere wunderbaren, kreativen und inspirierenden Menschen…
Alle so unterschiedlich und doch gleich in ihrer Liebe zum Kreativen, handgemachten und getrieben von dem Drang zu erschaffen und ihre Ideen in Materie zu fassen.
Schaut doch mal vorbei – auch ihr werdet sicher staunen, wie bunt und vielfältig das „Makeruniversum“ so ist…

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Ab und an mache ich mit beim “Yarn Along”, einem link-up von  Ginny bei Small Things. Hier geht es darum, zu zeigen was wir gerade stricken & lesen.
Beim Klick auf das Yarn Along Bild am Beitragsende gelangt man zur Linkparty und kann alle anderen Beiträge ansehen. Außerdem gibt es noch mehr Fotos bei Instagram (#yarnalong) und Flicker.

stricken hören

Ich stricke momentan einige Puppenkleidung und Accessoires.
Auf den Nadeln hier gerade wieder mal einen Shawl für Puppen.

Da nebenher aber Lesen etwas schwierig ist (habe ich zumindest für mich noch nicht perfektioniert) höre ich dann nebenbei gerne Hörbücher.

Aktuell auf den Ohren habe ich „Die vielen Leben des Harry August“ von Claire North:

„Harry August stirbt. Mal wieder. Es ist das elfte Mal, dass sein Leben ein Ende findet.
Und er weiß auch genau, wie es weitergeht: Er wird erneut im Jahr 1919 geboren werden mit all dem Wissen seiner vorigen Leben.
Harry hat akzeptiert, dass er in einer Zeitschleife lebt, auch wenn er nicht weiß, wieso.
Doch dann steht kurz vor seinem Tod ein junges Mädchen an seinem Bett und überbringt ihm eine erschütternde Botschaft: Der Untergang der Welt steht bevor!
Und nur Harry, der bald wieder im Jahr 1919 sein wird, kann das verhindern…“

 

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Der Februar ist bei uns der Geburtstagsmonat des grossen Sohns.
Und neben dem obligatorischen Lego und Büchern, wollte ich ihm gerne zum vierten Geburtstag auch noch etwas selbstgemachtes zum Spielen schenken.
Lange überlegte ich hin und her. Puppen hat er mittlerweile natürlich schon viele.
Nein, es musste etwas unerwartet, etwas ganz tolles sein. Etwas, das nicht nur mir gefällt, sonder womit er auch wirklich selbst gerne spielen wollen würde.
Endlich fiel es mir ein: Da im Kindergarten das Thema Pferde immer noch aktuell ist (ich häkelte ja bereits diverse Pferdchenleinen (Anleitung dazu hier), dachte ich ein Steckenpferd wäre doch jetzt genau das richtige für ihn! Gesagt, getan  – ich würde ihm also ein Steckenpferd nähen.

Steckenpferd nähen

Also habe ich meine Werkstatt durchsucht und tatsächlich fast alles hier gehabt, um ihm mal eben ein eigenes Steckenpferd zu nähen.
Da es so schnell und einfach ging und Ostern oder der nächste Geburtstag schon wieder vor der Tür stehen, untenstehend also auch für Euch meine DIY Anleitung zum nachnähen.
Ein solches Steckenpferd mit Mähne ist geeignet für Kinder ab 3 Jahren.

 

DIY Anleitung: Steckenpferd nähen

Man braucht:

Steckenpferd nähen

  • Stoff:
    Fellstoff/Teddyplüsch (ich hatte den Stoffrest noch vom letzten Jahr hier, weil ich dem Kind ein Bärenkostüm zu Karneval genäht hatte) – man kann aber auch Frottee, Microfaser, Cord oder sehr festen Baumwollstoff nehmen.
  • Mohairwolle:
    für die volle Mähne habe ich einfach zwei Knäuel von meinem Puppenhaarmohair in schwarz genommen, online erhältlich hier.
    Man kann aber auch jede andere einfache Mohairwolle oder dicke, flauschige Wolle für die Pferdemähne verwenden.
  • Holzstab:
    ich habe dafür meinen Turnstab verwendet, den ich hier bei amazon* bestellte.
    Der ist zudem praktischer als z.B. ein alter Besenstiel, weil bei diesem beide Enden abgerundet sind und der Stock keine Splitter in zarten Kinderhänden hinterlässt.
    Außerdem einen Holzbohrer und zwei passende Stäbchen.
  • Füllwolle:
    zum Stopfen habe ich einfach meine Schafwolle genommen, mit der ich auch meine Puppen stopfe. Schafwolle zum ausstopfen gibt es z.B. hier.
  • große Sicherheitsaugen:
    Ich habe meine hier bei amazon* bestellt und die Größe 22 mm verwendet.
    & eine Ahle* bzw, etwas ähnlich Spitzes, um die Löcher für die Augen im Stoff vorzustechen.
    Zusätzlich Wolle und Häkelnadel sowie ein festes Stoffquadratstück z.B. Jeansstoff
  • (Filz-)Stoff:
    z.B. Rosa für die Innenohren und eine beliebige Farbe für den Bodenschutz.
  • Vorlage für den Kopf und die Ohren:
    Ihr könnt einfach die von mir gemalte Vorlage hier als PDF herunterladen.
    ACHTUNG:  Die PDF Vorlage ist bereits in der richtigen Größe und daher auch beim Ausdruck auf zwei Seiten aufgeteilt. Daher solltet ihr die beiden Blätter vor dem Ausschneiden entsprechend aneinander kleben.
    Oder ihr malt euch einfach selbst eine Vorlage.

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  • Außerdem braucht man natürlich noch:
    Trickmarker/Schneiderkreide, Nadel, reißfestes Garn passender Farbe, Nähmaschine, Schere, Stecknadeln, etc.
    Einen Kochlöffelstil o.ä. als Hilfsmittel zum Ausstopfen des Kopfes mit Wolle.
    Evtl. Stoffbänder für den Übergang sowie eine Heissklebepistole um sie zu befesti9gen.

 

Steckenpferd nähen

 

Und so geht’s:

1. Die Vorlage für Kopf und Ohren mit dem Trickmarker jeweils auf die linke Seite vom Teddyplüschstoff übertragen und ausschneiden. Markiert wird auch die Stelle für die Augen entsprechend der Vorlage.
Steckenpferd nähen

 

2. Nun werden die Augen platziert.
Am sichersten ist es, die Augen mit passendem Garn aufzusticken.
Ich habe bei unserem Pferdchen aber Sicherheitsaugen angebracht. Da diese im Teedyplüsch jedoch nicht so gut halten und beim Spiel evtl. herausrutschen könnten, sollte der Kopfstoff von innen  verstärkt werden. Ich habe je ein Stoffquadrat aus Jeansstoff zugeschnitten. Zusätzlich dann noch einen Kreis aus Wolle gehäkelt. Das Stoffstück wird in der Mitte mit der Ahle durchstochen, um so ein ausreichend großes Loch für das Haltestück des Sicherheitsauges zu bekommen.

Steckenpferd nähen
Das gehäkelte Stück wird dann auf das Stück festen Stoff gelegt und ggf. noch mit reißfestem Garn (wie z.B. Nylbond) mehrmals rundherum angenäht. Durch den Plüsch auf der rechten sieht man diese Stiche innen von außen kaum.
Das Endstück des Auges wird dann von außen durch die Lagen Stoff und Wolle gesteckt und von der Innenseite mit dem Sicherheitsverschluß fixiert.

3. Dann wird auch schon die Mähne vorbereitet.
Dafür die Wolle zunächst vom Knäuel in lange Schlaufen wickeln.
(Dabei kann man z.B. eine Stuhllehne zur Hilfe nehmen – ich habe, wie man auf dem Foto sieht, mein eigenes praktisches Puppenhaarwerkzeug benutzt.)
Die langen Schlaufen werden zwischen die beiden rechts auf rechts liegenden Teddyplüschstoffteile mit der einen Schlaufenseite nach innen in den Kopf gelegt.
Der andere Teil der Wollschlaufen sollte aber oben am Pferdekopfrand noch heraus stehen (während die untere Hälfte, unten am Pferdekinn aber nicht herausragen sollte!), weil man beim Zusammennähen des Kopfes über diese drüber nähen wird und damit die Mähne befestigt.
Für eine volle Mähnenpracht braucht man zwei Knäuel Wolle.

Steckenpferd nähen

 

4. Dann werden die beiden Pferdekopfteile rechts auf rechts entlang der aufgezeichneten Linie zusammengenäht. Näh dabei im strapazierfähigem Dreifachgradsticht auch über die herausstehenden Wollschlaufen am Hinterkopf. Der untere Halsteil bleibt als Wendeöffnung natürlich offen, weil der Pferdekopf an der Stelle von unten ausgestopft wird und hier später auch der Stock hinein kommt.

Steckenpferd nähen

 

5. Der Kopf wird durch die Öffnung auf rechts gewendet.
Die Schlaufen der Mähne werden nun noch mit der Schere aufgeschnitten.

Steckenpferd nähen

 

6. Nun kann der Kopf mit der Wolle gestopft werden.
Fülle ihn ruhig reichlich mit der Wolle aus, damit er auch nach einiger Zeit wildem Spiel seine Form behält. Man kann einen alten Kochlöffel zur Hilfe nehmen, um die Wolle mit dessen Stil in alle Ecken zu befördern. Gestopft wird der Kopf zunächst nur bis zum Halsbeginn.

Steckenpferd nähen

 

7. An dieser Stelle kommt der Stock in den Kopf.
Am sichersten ist es, wenn man noch einen Querstab in den Stil steckt. Also an beiden Enden ein Loch bohrt und oben und unten einen kleineren Stab quer hineinschiebt, der dann ebenfalls fest mit Wolle umwickelt wird – so erhält man eine Art T-Stück, welches das herausrutschen verhindert.
Während man den Stab also möglichst mittig hält, wird dann drumherum weiter fest mit Wolle ausgestopft. Der Hals wird bis 5 cm vor Halsende so fest gestopft, dass der Stock nicht mehr wackelt und gut darin hält.

Steckenpferd nähen

 

8. Der bis dahin noch offene Halsrand wird mit Garn eingereiht und dann zugezogen, so schließt sich die Öffnung.

Steckenpferd nähen

 

9. Für die Pferdeohren wird nun der, rosa Filz auf das ebenfalls vorher ausgeschnittene Teddyplüschteil gelegt und so rechts auf rechts an der Nähmaschine füßchenbreit mit einem Geradstich zusammengenäht.
Steckenpferd nähen

 

10. Anschließend werden die Ohren auf die rechte Seite gewendet.
Je nachdem wie klein die Öffnung unten ist, kann es etwas knifflig sein, den dicken Stoff da hindurch zu wenden. Helfen kann hier beim Wenden ein schmaler Stift oder ein Essstäbchen.

Steckenpferd nähen

 

11. Der Stoff an der Wendeöffnung wird dann zuletzt noch etwas nach innen eingeklappt.
Nun können die Ohren mit einem farblich passenden und sehr reißfesten Garn festgenäht werden.

Steckenpferd nähen

 

12. Am besten macht man vorher in die Papiervorlage des Kopfes an der Stelle der Ohren einen Schlitz. So kann man dann die Vorlage an den Kopf halten und gleichzeitig mit dem Trickmarker die Stelle für die Ohren markieren. Die Ohren werden nun mit einer Stecknadel an der richtigen Stelle fixiert und mit dem Matratzenstich (sicherheitshalber in drei Runden) rundherum angenäht.

Steckenpferd nähen

 

13. Damit der Boden in Haus oder Wohnung auch bei wilden Ritten keinen Schaden nimmt, empfiehlt es sich am Ende des Stocks noch einen Bodenschutz anzubringen.
Dafür wird nun auf dem schwarzen Filzstoff mit Schneiderkreide ein im Durchmesser ausreichend großer Kreis aufgemalt und ausgeschnitten.

Steckenpferd nähen

 

14. Den Stoffkreis mit Nadel und Garn am Rand entlang einreihen.
Dann den Stock in der Mitte platzieren und mit Wolle ausstopfen.
Die restliche Wolle dabei wieder fest um das untere T-Stück am Stock wickeln.

Steckenpferd nähen

 

15. Wenn gewünscht, können nun noch die Abschlüsse oder der ganze Stab
mit Heißkleber und hübschem Stoffband verschönert werden.

Steckenpferd nähen

 

16. Wer mag, kann dem Pferdchen jetzt auch noch eine Leine häkeln oder nähen.
Wir wollten ein kleines Wildpferd, also hat unser Brauner keine Trense bekommen. ;)

Steckenpferd nähen

 

17. Fertig!

Steckenpferd nähen

Der Phantasie sind hier übrigens keine Grenzen gesetzt, wie wäre es z.B. mit einem Einhorn (indem man einfach noch ein Horn aus Glitzerstoff annäht), einem Eselchen oder Zebra (wenn man anstatt Teddyplüsch, entsprechend gemusterten Stoff verwendet) usw. …

Viel Spass, beim Nachnähen und viel Freude mit Eurem eigenen Steckenpferdchen!

Steckenpferd nähen

PS: Verlinkt bei creadienstag, wo es viele kreative Projekte zu entdecken gibt…

PPS: Über Fotos von Euren fertigen Werken in den Kommentaren
oder auf Instagram #DiyKuKalKa würde ich mich freuen. ;)

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Prüfung der Anleitung und Informationen, kann keine Garantie übernommen werden.
Eine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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Mit dem Frühling steht, nach dem Geburtstag des großen Sohns im Februar, nun das nächste Familienfest ins Haus. Die Taufe unseres Jüngsten.
Gerne wollte ich mir dafür selbst eine ganz besondere Aufgabe stellen… und so war ich schon bald auf  der Suche nach schönen und nicht zu komplizierten Strickanleitungen, um dem Kleinen für diesen Anlass etwas traditionelles und damit zeitloses zur Taufe zu stricken. Etwas, das vielleicht sogar als Taufkleid in der Familie bleiben kann.

Mir war klar, dass ich früh anfangen muss, sollte ich vorhaben das ganze rechtzeitig bis zum Frühling fertig gestrickt zu haben. Jedoch wurde ich nicht so schnell und einfach fündig, wie ich zunächst dachte. Doch gerade als ich schon aufgeben wollte, stolperte ich über dieses schöne Büchlein – darin genau das, was ich gesucht hatte:

Vintage Strick Nostalgische Maschen

Nostalgische Maschen für Babys und Kleinkinder: Kleidung und Accessoires zum Stricken“ von Rita Taylor
(Bassermann Inspiration, 144 Seiten, 7,99 €, ISBN: 978-3-572-08173-8, Originaltitel: Vintage Knits for Babies)

„Die Strickdesignerin Rita Taylor hat alte Strickanleitungen aus der viktorianischen Zeit bis in die 1950er Jahre überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht.
Rita Taylor hat bereits als Kind stricken gelernt und ihre Passion für alles, was mit Wolle zu tun hat, zu ihrem Beruf gemacht. Als Strickdesignerin hat sie bereits mehrere erfolgreiche Strick- und Häkelbücher verfasst. Ihr besonderes Anliegen gilt der Bewahrung traditioneller Stricktechniken und -muster, die sie im Auftrag der Knitting und Crochet Guild sammelt.“

Zeitlos charmant: Vintage Strick

Der Inhalt dieses Buchs teilt sich auf in sieben Kapitel: „Kommt zur Taufe„, „Für draußen„, „Schlafen und Relaxen„,  „Für jeden Tag zum Spielen„, „Feingemacht für die Party„, „Warm angezogen“ und „Gestrickte Freunde“ mit je drei bis fünf Strickmodellanleitungen.
Vorangestellt ist noch eine Einführung und im Anhang finden sich Infos zum Spannen, zu den verwendeten Abkürzungen und den Bezugsquellen. Zudem gibt es über 100 Farbfotos sowie Grafiken.

Vintage Strick Nostalgische Maschen

Gleich auf den ersten Seiten wurde ich hier also auch schon fündig. Und bekam neben der Anleitung zum gesuchten Taufoutfit noch gleich Weiterlesen

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Die meisten von uns Puppenmacherinnen sind ein-Frau-Unternehmen.
Wir arbeiten meist von zu Hause aus, wo wir uns eine kleine Werkstatt, ein Atelier eingerichtet haben und unserer Leidenschaft für Puppenmachen professionell nachgehen. Weil wir gar nicht anders können.

Alles drumherum ist im wahrsten Sinne des Wortes Handarbeit und wird alleine gestemmt. Professionelle Puppenmacherei bedeutet nämlich nicht nur schöne Puppen und Kleidchen nähen, sondern eben beispielsweise oft auch Buchhaltung, Inventur, Einkauf, Kalkulation, Rechnungen schreiben/zahlen, das Einhalten von Spielzeugsicherheitsrichtlinien und Qualitätsmanagement im eigenen Nähstübchen. Auch Webdesign, Fotografie, Netzwerken und Social Media Marketing sollte zu den „skills“ gehören, die man besitzen oder sich aneignen sollte.
Darüberhinaus muss man natürlich das eigenen (Kunst-)Handwerk beherrschen, möchte sich stets kreativ weiterentwickeln und trotz all der anderen Aufgaben und bürokratischen Hürden, so zumindest den Kompromiss aus der eigenen Kreativität und den behördlichen Vorgaben finden.

 

Ciao Bimba

Da ist es nicht verwunderlich, wenn die ein oder andere von einem anderen Weg träumt, von etwas größerem. Wurde doch bereites bewiesen, man kann mit handgemachten Puppen aus natürlichen Materialien durchaus auch im Großen erfolgreich sein kann.

Ciao Bimba
A Ciao Bimba Doll

Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich erfuhr, dass meine talentierte Kollegin Maria Asenova von „Marias Nature Toys„, den Weg zu gehen gewagt und sich damit auf eine spannende Reise begeben hat…:

Maria, die ursprünglich Psychologin werden wollte, um so den Menschen zu helfen, merkte schnell, dass sie dank ihrer lebhaften Phantasie und in der steten Weigerung Erwachsen zu werden, eine besondere Gabe besaß. Ihre Leidenschaft zu Kunst und handgemachten Puppen ließ sie nämlich einfach nicht los und so wurde das Puppenmachen ihre Bestimmung und Erfüllung.

Ciao Bimba
Maria from Ciao Bimba

Aber eine Puppenmacherin hat auch nur zwei Hände und kann, ist sie so talentiert und gefragt wie Maria, leider irgendwann nicht mehr alle Wünsche ihrer Puppenliebhaber erfüllen. Zwar gibt es immer wieder freie Plätze im Auftragsbuch, doch ist dies mit teils langen Wartezeiten verbunden. Denn handgemachte Puppen sind eben genau das: handgemacht. Und das braucht, auch wenn man geübt ist und seine Arbeitsabläufe optimiert, einfach seine Zeit. Jede Puppe wird mit Sorgfalt individuell genäht und ist so zumeist nicht weniger als ein eigenes Kunstwerk.

Mittlerweile wissen viele Menschen handgemachte Puppen zu schätzen und die Nachfrage steigt.
So hatte auch Maria viele Anfragen. Ein besonsders hartnäckiger Fan ihrer Arbeit war Denitza Velasquez. Sie wollte sich nicht mit den langen Wartezeiten für eine Puppe abfinden und ihrer Tochter am liebsten ganz viele von Marias Puppen zum Spielen schenken.
Da sie zwar durch ihr Studium der freien Künste und Spanisch Geduld gelernt hatte, wollte sie es doch gleichzeitig nicht hinnehmen, auf mehr von Marias Puppen warten zu müssen.
Denitza beschloss sich ihren Masters of Entrepreneurship zunutze zu machen und schrieb Maria einen lagen Brief, indem sie ihr eine damals gewagten Idee antrug.

Ciao Bimba
Denitza from Ciao Bimba

Sie schlug Maria eine Geschäftspartnerschaft vor: Die Idee dahinter war, mehr Kindern die Möglichkeit zu bieten, so eine wunderbare Puppe besitzen zu können.
Und Maria war schließlich mutig genug, zusammen mit Denitza das Abenteuer zu wagen und ein eigenes Unternehmen zu gründen, um dies möglich zu machen – Somit war „Ciao Bimba“ geboren.

Mittlerweile ist dieser Fan eine Freundin und Marias Geschäftspartnerin geworden.
Das letzte Jahr arbeiteten beide fieberhaft daran, ihren großen Traum wahr werden zu lassen: suchten die richtigen Räumlichkeiten, stellten ein Team zusammen, welches die Puppen auch weiterhin von Hand fertigt, wählten Lieferanten aus, kümmerten sich um Lizenzen und erstellten eine Website.

Sie hatten das Glück eine Gruppe aus 15 enthusiastischen Müttern und Großmüttern zu finden, die von Maria lernten Puppen aus natürlichen Materialien nach ihren Entwürfen zu fertigen.
Dabei soll jede Puppe, die so unter den aufmerksamen und geschulten Händen entsteht, Marias einzigartigen Zauber, der all ihren Puppen eigen ist, besitzen und somit die Herzen der Kinder  berühren.

Ciao Bimba
Ciao Bimba

Auch wenn „Ciao Bimba“ kein ein-Frau-Unternehmen ist, so wird doch wert gelegt auf Handarbeit, Sorgfalt und vor allem darauf, ausschließlich natürliche Materialien für die Puppen zu verwenden. Angtrieben vom Wissen darum, dass die Materialität das Spiel der Kinder beeinflusst, indem sie ihre Kreativität anregt sowie ihren Sinn für Ästhetik prägt.

Maria wird weiterhin ihre Sammlerpuppen machen, gleichzeitig aber auch als Puppendesignerin für ihr Unternehmen „Ciao Bimba“ tätig sein.
Ein Traum ist damit für die Puppenmacherin und Künstlerin wahr geworden.
Viele Kinder auf der ganzen Welt haben nun die Möglichkeit in einer von Maria entworfenen Puppe einen treuen Begleiter und Freund zu finden.
Eine Traum, den vielleicht die ein oder andere von uns auch selbst auch nachfühlen kann.
Ich hoffe daher, dass Maria und Denitza mit „Ciao Bimba“ erfolgreich sind, ihre Puppen und die Liebe zu diesen wunderbaren Geschöpfen in die Welt hinaustragen werden.

Ciao Bimba
Ciao Bimba

Als ich von Marias und Geschichte hörte wurde mir wieder klar, wie wichtig es ist, dass wir Frauen etwas wagen, wenn es unser Wunsch ist und sich die Möglichkeit bietet. Unseren Traum verfolgen, hartnäckig sind. Uns trauen den Schritt zu tun aus dem Kleinen ins Große. Wir sollten es uns zutrauen mit der eigenen Idee die Welt zu erobern. Sie mit handgemachten Puppen zu erobern.
Daher ist es auch so wichtig, das wir uns als Frauen bzw. Puppenmacherinnen gegenseitig unterstützen. Wir sollten uns gegenseitig ermutigen, voneinander lernen, uns füreinander freuen. Ein Vorbild sein für unsere Töchter.

Ciao Bimba
A Ciao Bimba Teaparty

Ich wünsche Maria und Denitza von Herzen ganz viel Erfolg mit „Ciao Bimba
und freue mich, wenn dadurch noch mehr Menschen ihre Liebe zu handgemachten Puppen aus natürlichen Materialien entdecken…

 

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Moment…was? Dezember schon?!?… Puh.
Und damit ist das Jahr auch schon fast wieder rum.
Der letzte Monat dieses Jahres steht hier ganz im Zeichen von Neuanfängen und Neuauflagen. Auf vielen verschiedenen Ebenen. Nicht zuletzt steht auch das Stricken diesen Monat unter dieser Überschrift:
Ich stricke nämlich gerade zwei Neuauflagen von schon einmal gestrickten Kinderpullovern.
…Allerdings nicht ganz freiwillig.

Kinderpullover Starboard

Im Februar strickte ich bereits schon einmal den „Starboard“ Kinderpullover von Alicia Plummer.
Leider ist dieser dem Kind aber mittlerweile schlicht und einfach zu klein geworden. Kinder wachsen ja bekanntlich wie Unkraut und daher wurde schon Ersatz für den sehr gern getragenen Starboard Pullover gefordert.

Kinderpullover stricken
So beliebt war er übrigens nicht nur wegen der (mit verkürzten Reihen geformten und in einem Stück unten angesetzt sowie nach oben am Pulli hochgestrickten) Taschen, in denen man ganz wunderbar kleine Schätze verstauen und rumtragen kann.

Daher habe ich nun Weiterlesen

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Spätestens seit ich eigene Kinder habe, weiss ich es noch mehr zu schätzen, auch selber Kleidung für sie anfertigen zu können. Sei es gestrickt oder genäht. Nach den eigenen Wünschen und Geschmack, unseren Bedürfnissen entsprechend und mit den eigenen vorhandenen Materialien.
Gerne nehme ich auch bewährte Strickmuster oder Schnitte und wandle diese einfach ab …und habe so im Nu ein Unikat, das genau auf mein Kind „zugeschnitten“ ist.
Jedoch erinnere ich mich auch noch an meine Nähanfänge. Gerade für die Kids zu nähen, war nicht immer so einfach. Die gern für Kindersachen verwendeten Materialien wie Jersey oder Interlock waren nicht immer so leicht zu verarbeiten.
Da hätte so ein Buch wie jenes, welches ich heute vorstellen möchte, sicherlich weitergeholfen…:

Jersey nähen kinder leicht

Nähen mit JERSEY – kinderleicht!: für Babys und Kids von 0 bis 8 Jahren
von Pauline Dohmen
(frechverlag, Hardcover, 112 Seiten, 2 Schnittmusterbogen, ISBN 9783772464027, 16,99 €)

Die Autorin Pauline Dohmen dürfte vielen bereits bekannt sein als Bloggerin und Gründerin des Labels Klimperklein.
Seit 2011 veröffentlich sie schon ihre Ebooks mit Schnittmustern und Anleitungen, die aus ihrem Alltag mit 5 Kindern heraus entstehen. „Nähen mit Jersey – kinderleicht“ ist ihr erstes Buch (mittlerweile ist nämlich auch „Nähen mit JERSEY – babyleicht!: Nähideen für Babys (Größe 44-98)“ erschienen), in welchem man viele der beliebten Klimperklein Schnitte samt Anleitung in Papierform wiederfindet. Dabei widmet sich Weiterlesen

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Immer wieder werde ich nach Tipps und Tricks zum Puppennähen gefragt.
Natürlich gibt es da einige Kniffe und Techniken, von denen ich so manche bereits in meiner Dollmaking Tips“ Blogserie zusammengetragen habe.

Jedoch mindestens genauso wichtig wie die richtige Technik, ist auch das Material und das Werkzeug für das Gelingen der Arbeit.
All die kleinen und großen Helferlein und Werkzeuge in meiner Puppenwerkstatt tragen letztlich zum guten Gelingen eines Nähprojekts oder neuen Puppenpersönchens bei.

Elna eXperience 580 Puppe nähen Nähmaschine

Daher möchte ich von nun an nach und nach Werkzeuge zur Puppenmacherei hier im Blog näher vorstellen. Werkzeuge, die sich bei mir im Arbeitsalltag bewährt haben und somit daraus nicht mehr wegzudenken sind. Manches wird sicherlich offensichtlich sein, so manch anderes „Spezial- Werkzeug“ aus meiner Werkstatt wird hingegen bestimmt auch dem ein oder anderen alten Puppenmacher- und Näh-Hasen noch ein überraschtes „Oh“ und „Aha“ entlocken können… Seid also gespannt. ;)

 

Puppenmacher Werkzeug

Beginnen möchte ich heute diese Serie mit einem offensichtlich ganz essentiellen Werkzeug aus meiner Werkstatt: Weiterlesen

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